Mittwoch 29 Juni 2022 - 10:08:33 am

Gemeinsames Kommuniqué: Quint-Treffen zum Jemen, am 26. Januar 2022


LONDON, 27. Januar 2022 (WAM) -- Das Quint-Treffen zu Jemen, das am 26. Januar 2022 in London stattfand, hat ein gemeinsames Kommuniqué veröffentlicht.

1. Hochrangige Vertreter der Regierungen Omans, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika kamen am 26. Januar 2022 zusammen, um die Lage im Jemen zu erörtern. Der Sondergesandte der Vereinten Nationen, Hans Grundberg, wurde als Gast des Treffens herzlich begrüßt.

2. Die Quint betonte erneut die Bedeutung einer dringenden und umfassenden politischen Lösung des Konflikts. Die Quint bekräftigte ihre Unterstützung für die Bemühungen des UN-Sondergesandten (UNSE), dieses Ziel zu erreichen, einschließlich der Wiederaufnahme politischer Gespräche. Sie riefen die Führung der jemenitischen Konfliktparteien auf, konstruktiv mit dem UN-Sondergesandten zusammenzuarbeiten, wenn dieser seine Konsultationen mit ihnen vertieft.

3. Die Quint verurteilte aufs Schärfste die wiederholten Angriffe der Houthis auf Zivilisten in Jemen, darunter auch auf US-Mitarbeiter vor Ort in Sanaa, sowie ihre fortgesetzten abscheulichen Terroranschläge gegen das Königreich Saudi-Arabien und in jüngster Zeit auch gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Solche Aktionen behindern die Friedensbemühungen und verschlimmern das Leid. Die Quint bekräftigte, dass der Terrorismus in all seinen Formen und Ausprägungen eine der schwerwiegendsten Bedrohungen für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit darstellt, und betonte die Notwendigkeit, die Urheber von Terroranschlägen zur Rechenschaft zu ziehen und vor Gericht zu stellen.

4. Die Quint bekundete ihre volle Unterstützung für Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate und deren legitime nationale Sicherheitsanliegen und forderte ein sofortiges Ende der Angriffe der Houthis. [Die Quint erkennt das legitime Recht Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate an, sich gegen terroristische Angriffe im Einklang mit dem Völkerrecht und dem humanitären Völkerrecht zu verteidigen, einschließlich der Ergreifung aller möglichen Vorkehrungen zur Vermeidung ziviler Schäden. 5. Die Quint verurteilte ferner die Beschlagnahme des Schiffes "Rwabee" vor der jemenitischen Küste und wies darauf hin, dass die Houthis eine erhebliche Gefahr für die maritime Sicherheit der Schiffe im Golf von Aden und im Roten Meer darstellen.

6. Der Quint erörterte die illegale Bereitstellung von Raketen und modernen Waffen durch den Iran an die Houthis, was einen Verstoß gegen die Resolutionen 2216 und 2231 des UN-Sicherheitsrats darstellt.

7. Die Quint erörterte die schwere humanitäre Krise in Jemen und war sich einig, dass die Aufrechterhaltung der direkten humanitären und Entwicklungshilfe für das Land von wesentlicher Bedeutung ist, einschließlich des Schutzes der Sicherheit der humanitären Helfer. Wichtige Zugangswege für humanitäre Hilfe müssen geschützt werden, um eine mögliche Eskalation der humanitären Krise zu verhindern.

8. Die Quint erkannte an, dass die Wirtschaftskrise in Jemen das humanitäre Leid verschlimmert, und betonte, wie wichtig zusätzliche wirtschaftliche Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft ist, um die jemenitische Wirtschaft zu stabilisieren, verbunden mit wesentlichen Reformen zur Verbesserung der finanziellen Transparenz.

9. Die Quint erörterte auch die Notwendigkeit, eine dringende Lösung für den FSO SAFER zu finden, und forderte die Houthis auf, den Vereinten Nationen Zugang zu dem Schiff zu gewähren, um eine Bewertung des Tankers vorzunehmen.

10. Die Quint kam überein, sich regelmäßig zu treffen, um die Reaktion auf die Krise in Jemen zu koordinieren und den UN-Sondergesandten für Jemen zu unterstützen.

Übersetzt von: Adel Abdel Zaher.

https://wam.ae/en/details/1395303015446

WAM/German